i2: Online-Sprechstunden zwischen Arzt und Patient fördern
Abgelehnt (1. Platz)
| 0 | Ja | 0% | Ja |
|---|---|---|---|
| 2 | Enthaltung | 67% | Enthaltung |
| 1 | Nein | 33% | Nein |
Antragstext
Die sehr ungleichmäßige ärztliche Versorgung in Deutschland benachteiligt insbesondere die Menschen, die außerhalb der Städte leben. Sie müssen oft weite Wege zum Arzt zurücklegen und können sich dafür selten einer guten Verkehrsinfrastruktur bedienen. Lange Wartezeiten in überfüllten Wartezimmern – nicht nur bei Fachärzten – stehen oft völlig außer Verhältnis zur tatsächlichen medizinischen Behandlung. Follow-Ups, Überweisungen zu anderen Ärzten und/oder Rezeptfortschreibungen bedürfen in Zeiten, in denen problemlos visuell und akustisch digital kommuniziert werden kann, nicht der körperlichen Anwesenheit der Menschen in der Praxis des sie jeweils behandelnden Arztes.
Die Piratenpartei setzt sich deshalb für die Einführung von Videosprechstunden ein, die mittels dafür einzurichtender höchster Datensicherheit entsprechender Plattformen das Arzt-Patienten-Gespräch visuell und akustisch im Rahmen des geltenden Rechts ermöglichen. Das geltende Recht sieht vor, dass solche Videosprechstunden erst möglich sind, wenn sich Arzt und Patient tatsächlich mindestens einmal zuvor anlässlich einer ärztlichen Behandlung begegnet sind.
Solche Online-Sprechstunden gibt es bereits und sie haben sich bewährt.
Begründung/Anmerkungen
Beispielhaft angeführt wird hier die von der Patientus GmbH entwickelte Videosprechstundenkommunikationslösung, die schon heute für 99,- Euro/monatlich von Ärzten genutzt wird.